Am 09. November 2017 wurde in Rhauderfehn der von den Nationalsozialisten verübten und gegen die jüdischen Mitbürger gerichteten Pogromnacht vor 79 Jahren gedacht. Ein besonders trauriger und beschämender Tag in der deutschen Geschichte. Damals brannten in ganz Deutschland die Synagogen. Die jüdischen Bürger wurden aus ihren Häusern getrieben, Scheiben wurden zerschlagen und die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Sehr viele Juden verloren dabei ihr Hab und Gut und Hunderte ihr Leben. In Leer versammelte man sie noch in der Nacht auf dem Viehhof. Die Männer wurden nach Sachsenhausen ins KZ deportiert.

Anlässlich des Gedenkens an diesen Tag hatten die Gemeinde Rhauderfehn mit Bürgermeister Geert Müller sowie Bernd-Volker Brahms, dem Initiator der Fehntjer Stolpersteine, zu einer Gedenkveranstaltung eingeladen. 18 Schüler der 9. und 10. Klassen der KRO folgten gemeinsam mit Schülern des Gymnasiums und der Erich Kästner Schule Rhauderfehn dieser Einladung. An jedem der Stolpersteine wurde eine Kurzbiografie der jeweiligen dort lebenden jüdischen Familie verlesen sowie zum Gedenken an die Verstorbenen Rosen niedergelegt und eine Schweigeminute abgehalten. Im Anschluss an den Rundgang im Ort fand für alle interessierten Besucher noch die Übergabe einer Spendenaktion für einen „Rhauderfehner Hain“ in Israel statt. Danach hatten Schüler der KRO gemeinsam mit einem Geschichtskurs des Gymnasiums noch eine kleine Ausstellung im „Raum der Stille“ vorbereitet, die bei den Anwesenden großen Zuspruch fand.

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